Primaten, Affen & Exoten










Pflichten des Primatenhalters



 * Berechtigungsnachweis

Gemäß § 22 BNatSchG kann die zuständige Behörde einen Berechtigungsnachweis für Tiere besonders geschützter Arten verlangen. In der Regel genügt ein schriftlicher Nachweis, das das entsprechende Tier innerhalb der EU geboren (oder rechtmäßig eingeführt) wurde. Die Bestätigung ist vom jeweiligen Züchter auszustellen. Eine CITES- Bescheinigung ist nicht mehr zwingend erforderlich, allerdings in der Praxis oft sehr hilfreich.

* Tiergehege-Genehmigung

Gemäß § 24 BNatSchG sind Tiergehege nach Landesrecht genehmigungspflichtig.

* Zuverlässigkeit und ausreichende Kenntnisse

Gemäß § 6 Abs. 1 BArtSchV kann die Behörde einen Nachweis über die erforderliche Zuverlässigkeit und ausreichende Kenntnis über die Haltung und Pflege der Tiere vom Halter verlangen (Sachkundennachweis). In der Regel wird dies wohl unterstellt, wenn Tiere von besonders geschützten Arten bereits über einen längeren Zeitraum gehalten wurden.


* Bestandsmeldungen

Gemäß § 6 Abs. 2 BArtSchV müssen den zuständigen Behörden der Tierbestand und die Veränderungen von besonders geschützten Arten regelmäßig gemeldet werden. Die vorgeschriebene sofortige Anzeige entfällt, wenn die Behörde mit einer beispielsweise halbjährlichen Meldung einverstanden ist.

* Kennzeichnungspflicht

Gemäß § 7 BArtSchV sind dort aufgeführte Arten unverzüglich zu kennzeichnen. Nach neuster Regelung hat dies bis zum 1.1.2001 zu erfolgen. In der Regel lassen sich Übergangsfristen mit den zuständigen Behörden vereinbaren. Für Primaten (über 200 g) sind Transponder (Mikrochips) vorgesehen. Zur Ausgabe dieser Transponder sind zur Zeit lediglich zwei Verbände berechtigt (BNA und ZZG). Das Kennzeichnen mit einem Mikrochip, wie er üblicherweise von einem Tierarzt verwendet wird, ist ggf. mit den Behörden vorher abzustimmen. Der Pflicht zur Kennzeichnung unterliegen u.a. die streng geschützten Arten.


* Vermarktungsverbot

Gemäß Artikel 8 der EG-Verordnung 338/97 ist der Kauf, Verkauf etc. von Arten des Anhang A (streng geschützte Arten) verboten. Hierzu bedarf es einer Ausnahmegenehmigung durch die zuständigen Behörden.

Die beiden letztgenannten Regelungen gelten auch für alle Halter von Lisztaffen. Für den Fall eines Verstoßes werden im Gesetz Strafmaßnahmen angekündigt. Im Zweifel empfiehlt es sich m.E., mit den zuständigen Behörden zu sprechen. 


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